Seidentücher, die sich mitten im Raum wie Segel blähen, entspannte Loungemusik, Wink Sessel, Ralf Benz Sofas und eine Mahagoni-Bar im Empfangsbereich. Nein wir befinden uns nicht in einer schicken Münchner Trendboutique, sondern in der Privatpraxis von Dr. Martin Desmyttère, einem der profiliertesten Zahnärzte der Landeshauptstadt. Hier, in dieser außergewöhnlichen Atmosphäre, behandelt Dr. Desmyttère viele Prominente, Unternehmer und Selbstständige aus dem In- und Ausland und erklärt uns, wie moderne Zahnästhetik funktioniert.
Journal München:In Ihrer Zahnarztpraxis fühlt man sich
tatsächlich wohl und entspannt. Wie kamen Sie auf die Idee, Ihre Praxis
so ungewöhnlich einzurichten?
Dr. Desmyttère:Wir
wissen ja alle, dass die Wahrnehmung der Patienten in einer
Zahnarztpraxis nicht ganz angstfrei und von unangenehmen Gefühlen
begleitet ist. Auch wer zum Arzt geht, möchte sich wohl fühlen und eine
angenehme Atmosphäre hilft dabei sehr.
Journal München:Auf Ihrer Website sprechen Sie von neuer Zahnmedizin. Was verstehen Sie darunter?
Dr. Desmyttère:Die
neue Zahnmedizin hat immer ein optimales ästhetisches Ergebnis zum
Ziel, egal ob es sich um die Behandlung einer Parodontitis, einer
Versorgung mit Implantaten oder um Veneers handelt. Denn die Patienten
wollen heute mehr als nur eine gute medizinische Lösung. Mit ein
bisschen Reparatur gibt sich heute niemand mehr zufrieden.
Journal München:Sie behaupten, die Zahnmedizin sei einfacher geworden. Was muss man sich darunter vorstellen?
Dr. Desmyttère:Nehmen
wir beispielsweise die Klebeverfahren zur Versorgung der Zähne mit
Vollkeramikrestaurationen, wie Veneers, Inlays und Onlays. Diese wurden
durch neue Materialien erheblich verkürzt. Oder die Versorgung mit
Implantaten, die sofort belastet werden können. Dadurch kann der
Patient, der zuvor eine abnehmbare Prothese tragen musste oder eine
Zahnlücke hatte, sozusagen mit eigenen festen Zähnen nachhause gehen.
Mikrochirurgische Methoden zur Abdeckung freiliegender Zahnhälse sind
heute für den Patienten erheblich angenehmer als früher und dauern
nicht mehr so lange. Diese Methoden sind alle verfeinert und verbessert
worden, aber erfordern ein hohes Maß an Fingerfertigkeit und Kenntnisse
des Zahnarztes.
Journal München:Auf Ihrer Website habe ich das erste Mal etwas von "biologischer Breite" gelesen? Was ist das?
Dr. Desmyttère:Die
biologische Breite ist ein natürlicher Schutzring, den das Zahnfleisch
um den Zahnhals bildet, um das Parodontium, also den Zahnhalteapparat,
zu schützen. Wenn dieser sehr sensible Schutzring erkrankt, entstehen
Zahnfleischbluten, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis, eine
Erkrankung die zum Abbau des Kieferknochens führt. Parodontitis ist in
der Bevölkerung weit verbreitet und führt unbehandelt zum Zahnverlust.
Deshalb sollte dieser Schutzring nie durch Inlayränder, Kronenränder
oder andere zahnmedizinische Maßnahmen zerstört werden. Wenn dies
aufgrund schwieriger Umstände notwendig werden sollte, muss dieser
Schutzring unbedingt wieder hergestellt werden.
Journal München:Welchen Stellenwert haben gesunde und schöne Zähne in unserer Gesellschaft?
Dr. Desmyttère:Schöne
und gesunde Zähne wirken auf den Betrachter sympathisch, machen einen
gepflegten Eindruck und haben auch viel mit dem eigenen
Selbstwertgefühl zu tun. Kurz gesagt, wer schöne Zähne hat, hat mehr
vom Leben.
Journal München:Herr Dr. Desmyttère, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
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